Ob ich hart kritisiere und dafür mit einem milden Lächeln und freundlichen Floskeln bedacht werde, ob ich mich an einer Service-Hotline echauffiere und dafür ein Dankeschön für mein »interessantes Feedback« ernte oder aber ob ich meine Volksvertreter anschreibe, um mit ihnen Tacheles zu reden – es ist stets dasselbe Gefühl: es ist – Brüllen in Dämmwolle.
Wenn ich mich hinsetze und eine Rundmail an die Fraktionen im Deutschen Bundestag schicke, dann nicht unbedingt, weil ich mir ausmale, wie sich alle Politiker um mein Pamphlet scharen, es mit offenen Mündern studieren, sich verstehend an die Stirn schlagen und sogleich die neue Weltordnung ausrufen.
Beziehungsweise – na gut – ja, doch: genau so stelle ich es mir vor.
Und so setzte ich mich am 20. Januar hin und schrieb an meine Volksvertreter in Berlin. Mit Wortwitz und schlagenden Argumenten gedachte ich die Adressaten meiner Rundmail zu beeindrucken und gefügig und reuig zu machen. Doch lest selbst:
Mein Schreiben an die Fraktionen im Deutschen Bundestag
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Interesse habe ich, wie viele andere Bürger auch, die Diskussionen und Stellungnahmen der verschiedenen deutschen Parteien zur Wirtschaftskrise und zu den Maßnahmenpaketen der Regierungskoalition verfolgt. Nicht selten allerdings auch mit Langeweile und Überdruss – nämlich vor allem, wenn ich einmal wieder mit Agitation und platter Schwarz-Weiß-Malerei für blöde verkauft werden sollte – vorzugsweise in den diversen Talkshows von Anne Plassberg bis Johannes Illner (und nein: diese Form des »Polit-Marketings« ist ganz sicher nicht das Alleinstellungsmerkmal einer bestimmten Partei – da hat jede Partei herausragende Experten …).
Aber das ist ein anderes Thema.
Ich möchte eigentlich nur einige Fragen, verbunden mit einer Anregung loswerden.
Zum einen wüsste ich gerne, nach welchen Kriterien eigentlich die aktuellen Wohltaten über das Volk ausgeschüttet werden. Und warum in allen Diskussionen darüber Leute wie ich, nämlich Freiberufler und Einzelunternehmer, überhaupt keine Rolle zu spielen scheinen (genauso wenig wie in den Diskussionen um die Krankenversicherungen, in deren Zuge unsereins halt einfach in den Topf Schwerverdiener und Privilegierte geworfen wird, ohne dass nach unserer tatsächlichen Einkommenssituation und vor allem nach unserem beruflichen Riskio gefragt wird).
Warum bekommen Eltern jetzt eine Prämie für ihre Kinder? Warum sollen nun Kinderlose für die Lebensweise und die Lebensentscheidungen anderer mitbezahlen (was ja über höhere Steuern gerechterweise ohnehin schon geschieht)? Glaubt man in der Politik tatsächlich, dass damit flächendeckend den Kindern geholfen wird, die Förderung dringend nötig haben? Sollte man das Geld nicht lieber nehmen und damit beispielsweise viel mehr staatliche Stipendien finanzieren, als es im Moment gibt? Oder mehr Wettbewerbe und Preise für jugendliche Nachwuchskünstler und -wissenschaftler? Dafür sorgen, dass mehr Kinder aus finanziell schwachen Familien eine akademische Bildung erlangen?
Wie kommt man auf die Idee, dass Eltern, die schon selbst nicht klarkommen (die also selbst Hilfe bräuchten), das Geld in die Zukunft ihrer Kinder investieren? Und selbst wenn: wie weit kommt man mit den paar Euro?
Warum bekommen alle Eltern unabhängig vom Einkommen diese »Prämie«?
Warum unterstütze also ich als Kinderloser auf diese Weise auch Eltern mit, die finanziell deutlich vermögender sind als ich? (Und nein, deren Kinder werden nicht meine Rente finanzieren, denn ich werde keine staatliche Rente bekommen, wenn ich selbständig bleibe.)
Warum diese »Prämie«? Worauf zielt sie ab? Sie wird weder die Krise in nennenswertem Ausmaß lindern, noch bedürftigen Kindern wirklich helfen. Vermute ich jedenfalls ganz stark.
Mit Verwunderung nahm ich daneben als bewusster Nichtbesitzer eines Autos (behindert mich in der Großstadt nur) auch zur Kenntnis, dass nun meine Mitbürger, wenn sie denn ein altes Auto besitzen, eine »Verschrottungsprämie« erhalten können. In Höhe von 2.500 Euro!
Warum werden also jetzt Menschen, die sich entweder kein Auto leisten können oder aber eben auf ein Auto verzichten, gewissermaßen in den Hintern getreten? Werden sie dafür bestraft, dass sie schlechte Konsumenten sind?
Ich verstehe diese Maßnahme nicht. […]
Auf welche Weise haben sich die Autobesitzer den Anspruch auf eine Prämie erworben? Welche positiven Effekte verspricht man sich in der Politik davon?
Und nun zu meiner Anregung: was halten Sie von einer Abwrackprämie für veraltete oder schlechte Corporate Designs? Für veraltete oder zum Beispiel nicht barrierefreie Websites? Für furchtbare Slogans (z.B. »VoRWEg gehen« …) und grausame Texte (vielleicht mit einem zusätzlichen Deppenleerzeichen-Faktor)?
In der IT- und Werbebranche sind 2.500 Euro nicht selten das gesamte Budget eines Auftrags. Oft wird um 200 Euro mehr oder weniger gefeilscht. Hier könnten Sie mit einer Abwrackprämie richtig was reißen!
Warum die Autoindustrie und nicht die IT-Branche? Oder etwa der Schallplattenladen, dessen Besitzer trotz einer 50- bis 60-Stunden-Woche am Existenzminimum herumkrebst?
Helfen Sie der IT-Branche – das ist »saubere« Technik, zukunftsträchtig und schick obendrein.
Und wenn Sie dann vielleicht auch noch die vollkommen undurchschaubare Rechtslage in diesem Bereich (Stichworte: unsinnige Impressum-Vorschriften; kaum Urheberschutz für Kleinunternehmer und -publizisten; willkürliche Abmahnungen; unsinnige Haftungsregeln für Betreiber von Foren u.ä.; unsinnige Patentierungsmöglichkeiten; rechtliche Vorgaben, die große Unternehmen zwecks Schutz ihrer Marke zum Deppenleerzeichen zwingen; …), dann kommen vielleicht künftig solche Entwicklungen wie Google, Twitter, Youtube, Facebook, Flickr etc. auch mal aus Deutschland.
;)
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und würde mich über eine Antwort von Ihnen sehr freuen!
Und damit grüßt aus Dortmund:
Andreas Dölling
Die Resonanz
Natürlich hatte ich mit nichts weniger gerechnet, als dass es auf diese meine Mail hin Rücktritte hageln würde, von weinenden und sich in bitterer Scham und Reue windenden Politikgrößen verkündet. Regierungskrise, Parteispaltungen, Parteineugründungen, Revolution – mindestens aber eine Überarbeitung des Konjunkturpakets mit mir als hochbezahltem Berater.
Ganz so kam es dann aber natürlich nicht. Es kam sogar ganz anders. Zwar erhielt ich Antworten – immerhin, das darf man ja auch mal lobend erwähnen –, allein, sie hatten wenig bis gar nichts mit meinem Schreiben zu tun.
Als erstes reagierte – noch am selben Tag – die SPD. Und zwar so:
Sehr geehrter Herr Dölling,
vielen Dank für Ihre Anfrage bzgl. der Abwrackprämie.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat in seiner heutigen Pressemitteilung Details bekannt gegeben, die Sie unter folgendem Link finden:
http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Presse/pressemitteilungen,did=286520.html
Wir hoffen, dass Ihnen hier alle offenen Fragen beantwortet werden und verbleiben
mit freundlichen Grüßen.
Am nächsten Tag kam sogar noch eine Mail aus diesem Lager. Wortreicher zwar und in Form eines schönen PDFs, inhaltlich aber nicht so viel anders gelagert. Zwei Tage später reagierte dann auch der andere Berliner Koalitionspartner.
Und wenn man diese Mails in Sachen Bezug zu meinem Schreiben und Humor vergleicht, dann kann man zu dem Schluss kommen, dass wenigstens hier die Großkoalitionäre noch mit einer Stimme sprechen und im vollsten Gleichschritt nebeneinander einherschreiten. Das ist doch auch was.
Die drei Oppositionsparteien antworteten nicht auf mein Rundschreiben, aber das ist durchaus in Ordnung, denn sie haben die Konjunkturpakete ja nicht verabschiedet und müssen sie daher auch nicht verantworten.
Ich selbst stand aber jedenfalls am Ende so schlau wie zuvor da, blieben doch die Fragen aus meiner Rundmail ebenso unbeantwortet wie mein revolutionärer und total ernstgemeinter Vorschlag, eine Abwrackprämie für alte Websites und ähnliches einzuführen.
Stattdessen erfahre ich beispielsweise, dass »Deutschland […] sich vor der schwierigsten wirtschaftlichen Phase seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs« befinde (oha!), dass die »Banken- und Finanzkrise […] sich auf die gesamte Wirtschaft ausgeweitet« habe (ja, eben – also auch auf die IT-Branche!) und dass es »zur Abfederung der Wirtschaftskrise […] sehr viel wirksamere Mittel als die Senkung der Einkommensteuer« gebe (äh, ja, schön).
Ich lerne, dass »Familien mit Kindern […] die höchste Konsumquote in Deutschland« haben und »das zusätzliche Geld am ehesten ausgeben und nicht sparen« werden und dass zudem »die Auszahlung […] einfach und unbürokratisch über die Familienkassen erfolgen« könne (hört, hört!).
Jedenfalls könne »Deutschland […] sich weder vor den Verwerfungen an den Finanzmärkten noch vor der globalen Konjunkturabschwächung abschotten« (schnarch … – bitte, was?!). Und zuletzt noch die wichtigste Information: »Die große Koalition hat mit den beiden Maßnahmenpaketen ihre Handlungsfähigkeit unter Beweis gestellt« (Hut ab!).
Nach den »PISA«-Studien wird ja immer auf unserem Nachwuchs und dessen Lehrern herumgehackt, weil das Textverständnis der Schüler so erschütternd schlecht sei. Vielleicht handelt es sich bei diesem Defizit ja doch eher um ein Problem, das größere Teile der Bevölkerung betrifft? Ebenso wie womöglich ein eklatanter Mangel an Humor, Schlagfertigkeit und Lockerheit?
Oder liegt es an mir, dass ich keine Antworten bekommen habe?
Waren meine Fragen zu schlau? Zu doof? Zu unwichtig? Bin ich meiner Zeit voraus? Hinke ich hinterher? War ich zu unverschämt? Zu devot?
Der Autor
Andreas Dölling arbeitet als Web- Entwickler, grübelt aber zwischendurch immer mal wieder darüber, ob es nicht einträglicher wäre, eine Geheimloge, eine Sekte oder aber eine Partei zu gründen.
Titelbild: »Cupola of the Reichstag Building in Berlin« von typhoonski via istockphoto.com
Kommentare
Eric Eggert schrieb am 30.01.2009:
Naja, wenn man zu einem sachlichen Thema unsachlich beginnt (Anne Plassberg WTF?), dann hat man wohl keine Chance auf eine einigermaßen personalisierte Antwort, gerade wenn man sich dann an die Pressestellen der Parteien wendet.
Viel effektiver ist es bei sachlichen Themen sachlich und bestimmt zu argumentieren (gerade Politik ist ironiefreie Zone) und sich direkt an die Vertreter des eigenen Wahlkreises zu wenden. Diese sind direkt von der eigenen Stimme abhängig und daher eher gewillt eine persönliche Antwort zu verfassen (bzw. verfassen zu lassen).
Schließlich haben diese Politiker auch so genannte Bürgersprechstunden, bei denen man direkt mit ihnen reden kann. Das alles ist direkter und verspricht mehr Erfolg als eine E-Mail in die alles und nichts hineingepackt wird.
(Im übrigen sind Freiberufler und Einzelunternehmer nicht direkt sondern i.d.R. sekundär von der Wirtschaftskrise betroffen, d.h. sie profitieren von den politischen Maßnahmen ebenfalls sekundär, weil das kleine Autohaus, dessen Webseite man pflegt eben nicht bankrott geht sondern weiter lebt und auch weiter Rechnungen bezahlt. Wenn dieser Kunde wegfällt hilft auch eine Webseiten-Abwrackprämie nichts mehr…)
Anonym schrieb am 30.01.2009:
Postdemokratie. Jene, die die Macht dazu haben, konstruieren ein abstraktes Bild vom "Gemeinwohl", dem sich Otto Normalverbraucher unterzuordnen hat. Interessenvertretung wie früher gibt es nur noch für jene, die es sich leisten können. Der Rest hat für Volk und Vaterland (und Banken) einzustehen, komme was wolle. Unsereins muss also einfach einsehen, dass man weniger wichtig ist als ein Bankvorstandsmitglied. Oder das dritte Kind eines Bankvorstandsmitglieds. Das ist faktisch Konsens.
Andreas Doelling schrieb am 31.01.2009:
Hallo Eric,
danke für Deine ausführliche Stellungnahme. Genau auf solche Meinungsäußerungen und eine sich daraus entwickelnde Diskussion habe ich (vergeblich?) gehofft!
Was Du über den Ton meiner Mail schreibst, kann natürlich eine Rolle gespielt haben, auch wenn ich selbst das Schreiben nicht unbedingt unfreundlich finde – eher salopp und natürlich ironisch. Anne Will und ihre Kollegen werden’s jedenfalls verschmerzen, wenn ich mit der Namensvermischung die Austauschbarkeit ihrer diversen „Diskussions“-Runden andeute. ;)
Und die Politiker als eigentliche Adressaten (auch wenn vermutlich kein Politiker die Mail zu Gesicht bekommen hat) können ja ganz gut mit pointierten Formulierungen umgehen, denke ich …
Zur Abwrackprämie: ich stelle nicht das Ziel in Frage und denke auch, dass es besser ist, gezielt Staatsmittel auszugeben, um die Rezession abzufedern, als für die Folgen einer ungebremsten Rezession aufzukommen. Aber Kinderprämie und Abwrackprämie riechen mir doch zu stark nach Placebo und Wahlkampf. Außerdem möchte ich halt auch gerne etwas geschenkt bekommen. Oder war ich nicht brav genug?
Nee, nee, ich finde dann Finanzspritzen für die Kommunen (die es ja auch gibt) schon sinnvoller und gerechter. Oder eben Investitionen in Bildung (Kunst *und* Wissenschaft), wie von mir angedeutet.
Der Caspers schrieb am 01.02.2009:
Zitat:
»Und nein, deren Kinder werden nicht meine Rente finanzieren, denn ich werde keine staatliche Rente bekommen, wenn ich selbständig bleibe.«
Es sei dir gegönnt.
Was ich dir hingegen nicht gönne ist, dass meine Kinder dir später mal deinen Arsch abwischen, wenn du sabbernd im Pflegeheim sitzt.
Andreas Doelling schrieb am 02.02.2009:
@Caspers:
Ich pflege Kinder nicht unter dem Gesichtspunkt des „Nutzwertes“ zu betrachten, den sie mal für mich haben könnten …
Ich wünsche deinen und *allen* Kindern, dass sie in die Lage versetzt werden, sich frei für einen Beruf zu entscheiden – egal, ob es der schwere Beruf des Altenpflegers ist (der deutlich mehr umfasst als Hinternabputzen) oder der des Juristen. Ich wünsche *nicht*, dass der Sohn zum Beispiel einer Altenpflegerin oder eines Arbeitslosen sich deshalb gegen ein Studium entscheidet, weil es finanziell nicht drin ist.
Und unter anderem deshalb halte ich nichts von irgendwelchen willkürlich und bedingungslos verteilten „Prämien“. Für sinnvoller halte ich zum Beispiel günstigere oder kostenlose Kinderkrippen- und Kindergartenplätze, mehr staatliche Stipendien, kostenloses Schulessen, bessere Ausstattung für Bildungseinrichtungen, mehr Mittel für Jugendämter und soziale Einrichtungen.
Aber das kann man ja, wenn man denn will, auch schon aus meiner Mail und meinem ersten Kommentar herauslesen …
JRP schrieb am 02.02.2009:
Kindergeld wurde übrigens 1936 zum ersten mal in Deutschland eingeführt. Sinn oder Unsinn dieser Prämie, in der heutigen Zeit, lasse ich jetzt mal dahin gestellt... Aber an der recht emotionellen Casper-Antwort kann man sehr schön ablesen, das jemand der sich heute gegen das Kindergeld ausspricht Wählerstimmen riskieren würde. In der herrschenden „Demokratur“ ist es scheinbar die oberste Direktive dies zu verhindern. Und das ist für mich auch die Erklärung, warum niemand bereit ist eine klare Stellungnahme dazu abzugeben. ...sehr schade.
Mrs. Lovejoy schrieb am 02.02.2009:
Kann nicht wenigstens einmal auch jemand an die Kinder denken?
Anne-Kathrin schrieb am 02.02.2009:
In Ansätzen mag dieses ironisch geschriebene Werk ja ganz gelungen sein.
Als Webdesignerin und Mutter von drei Kindern, die sich ausgerechnet hat, was sie von dieser tollen "Prämie" (in dem Fall eben für drei) alles kaufen kann, - weil sie es sowieso kaufen oder investieren muss und damit offenbar zur "konsumstarken Truppe" gehört( 5-6 Paar Schuhe (je nach Größe)?, ein paar Monate Musikunterricht?, 3 Monate Kindergarten? oder nicht mal einen Monat Betreuung durch eine Tagesmutter?), fühle ich mich jedoch in meinen ganzen miesen Vorurteilen bestärkt.
Das Problem ist nur, dass ich, weil ich Fixkosten habe, von denen der kinderlose Webdesigner nicht mal träumen kann, von meiner Altersvorsorge ganz zu schweigen, überhaupt keine Zeit hätte, solch tolle Werke zu verfassen, um mich der Angelegenheit aus anderer Perspektive zu nähern, sondern stattdessen versuche, in einer Stunde möglichst viel abzuarbeiten, sprich meine Organisation zu optimieren.
Wenn ich mir etwas wünschen könnte, dann wäre es mehr Zeit für meine Kinder. Nachmittags frei oder sowas.
Nur mit Bildung geht es auch nicht.
Für diese "Prämie" kann ich mir beispielsweise mehr freie Zeit nehmen. Für meine Kinder. Das ist das Trauerspiel.
Aber das sehen die Kinderlosen unter uns vielleicht einfach nur mit Schwierigkeiten...
Anonym schrieb am 05.02.2009:
Genau genommen ist die Antwort auf Deine Mail eine Beleidigung. Da sie nicht annähernd auf den Inhalt Deiner Mail eingeht, sondern vielmehr aus 08/15 Textbausteinen besteht, demonstriert sie eindrucksvoll das Desinteresse der Politik am Bürger.
Ich habe da schon längst resigniert.
Allein das solche Sendungen wie Plasberg, Will etc gibt, zeigt das der Bürger noch nicht verstanden hat, das er keine Rolle spielt, das er nicht der Souverän ist.
Wir können die unliebsamen Politiker sehr einfach ihrer Macht "berauben": Einfach aufhören sie demokratisch zu legitimieren, einfach nicht mehr wählen gehen (besser: ungültig wählen). Dann können sie keine Ihrer Maßnahmen auf den Volkswillen stützen. Das wäre eine friedliche und wirksame Revolution.
Klar erzählen "die da oben" dann, das macht man nicht, damit stärkt man nur die Radikalen. Nunja, wenn Schäuble mal nicht eh schon radikal ist.... Die Radikalen sind denen egal, ihre Macht allein sehen sie gefährdet.
Anonym schrieb am 02.03.2009:
Nur mal so ein Fundstück aus den Nachrichten, welches zeigen soll, daß es hier nicht um den Neid auf die Kinderabhängige Förderung geht, sondern um die Situation als Selbständiger in diesen Tagen: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,610646,00.html
Chris schrieb am 09.03.2009:
Da muss man schon froh sein, dass sie überhaupt reagieren, denn viele machen es nicht. Leider finde ich es schade, dass man nach so einer Mail keine Reaktionen sieht. Ich weiß, dass man nicht auf jede Mail reagieren und handeln kann, aber es gibt durchaus Mails die einen guten Denkanstoß haben und über die sollte man nachdenken und ich finde es sehr ärgerlich, dass diese Mails immer so 0815 abgewimmelt werden. Das ist nicht fair und es ist echt nervig.
ErikaAnonym schrieb am 18.03.2009:
Mit meinen fast 60 Jahren platzt mir fast der Kragen.Der Beruf eines Altenpflegers wird sehr heruntergeputzt. Wir sind keine Arschabwischer und wir haben kranke und pflegebedürftige Menschen, aber keine sabbernden Alten! Man sollte schon die Fähigkeit besitzen sachlich zu diskutieren!Anne-Kathrin, ich habe auch drei Kinder großgezogen und bin immer arbeiten gegangen.Trotz weniger Kindergeld und keiner Prämie hatten meine Kinder Schuhe und in die Kinderkrippe und Kindergarten sind sie auch gegangen.Wenn man sich für drei Kinder entscheidet muß man vorher wissen, ob man genug Zeit für sie hat.Man sollte die "Kinderlosen" nicht als Monster abstempeln.Ich selbst bin auch der Meinung, daß Hospize oder Kindersuppenküchen das Geld nötiger gebraucht hätten.
"Wer das Leben zu ernst nimmt, braucht eine Menge Humor um es zu überstehen."
Jan schrieb am 02.05.2009:
Grade noch was hübsches zum Thema Abwrackprämie gelesen: http://tinyurl.com/d4hykw
Seit heute investiert die Stadt Mannheim in eine wirklich "saubere und zukunftsträchtig Technik":
Ab dem 2. Mai erhalten die Käufer eines "City-Bikes" hier 50 Euro Abwrackprämie.
Naja, ganz - nett...
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